„Es gibt viel zu viele Möglichkeiten, als dass man Pessimist sein kann.
Es gibt natürlich auch allzu viele Krisen, als dass man einfach Optimist sein kann.
Ich sage immer, ich sei Possibilist.”

Deutsches Sprichwort

Das Doppelquadrat, Fortsetzung:

Im Herbst haben wir hier allen Lernhungrigen und Neugierigen die Herausforderung gestellt, sich an das Doppelquadrat zu wagen. Hier kommt die versprochene Lösung, damit jeder sein Ergebnis für sich noch einmal überprüfen kann.

Die Ausgangslage ist dabei Folgende:

Fritz ärgert sich über seinen Chef (oder seinen Mitarbeiter), den er als zu gleichgültig erlebt, wodurch er immer wieder das Gefühl hat, nicht wertgeschätzt zu werden. Gerade aber weil Fritz merkt, dass er darauf so allergisch reagiert, beschließt Fritz zunächst einmal zu erkunden, was das über ihn selbst aussagt. Fritz fertigt also ein Kernquadrat für sich selbst an, wobei er von seiner Allergie „Gleichgültigkeit“ aus startet. Dabei wird ihm bewusst, dass Hilfsbereitschaft für ihn ein sehr wichtiger Wert ist, er jedoch in Gefahr laufen kann, in seine eigene Falle „Aufdringlichkeit“ zu tappen und eben aufdringlich, bemutternd oder andere einengend zu wirken. Fritz erkennt, dass seine Herausforderung „Geduld haben“ und „Fehler machen lassen um Lernen zu ermöglichen“ liegt.

 

Im zweiten Schritt erstellt Fritz ein Kernquadrat für seinen Chef, über dessen gefühlte „Gleichgültigkeit“ er sich immer wieder ärgert. Schnell fällt ihm eine Kernqualität seines Chefs ein. Deswegen schätzt er ihnen sogar: „Freiraum lassen“. Außerdem hat der Chef diese Qualität sogar sehr nötig, da er die vielen Mitarbeiter nicht die ganze Zeit intensiv betreuen kann. Für den Chef liegt zudem bereits im „Freiraum lassen“ eine Wertschätzung seines Mitarbeiters, dem er durch den Freiraum signalisiert, er würde gute, zuverlässige Arbeit leisten, der er voll vertraut. Damit dies jedoch nicht als „Gleichgültigkeit“ angesehen wird, liegt die Herausforderung des Chefs im „Zeigen von Interesse“ und „im Ausdrücken von Zustimmung“.

Zuletzt fragt sich Fritz: Was ist dann wohl die Allergie des Chefs? Möglicherweise das Beschneiden von Freiräumen durch ständiges „Einmischen“ in fremde Hoheitsgebiete. Fritz erkennt hierin die Nähe der Allergie des Chefs zur eigenen Falle und macht sich bewusst, dass er im Zusammenspiel mit seinem Chef immer wieder an seine Herausforderung erinnert wird. Und fragt sich: Ist dieser Chef für mich vielleicht gar nicht die Katastrophe, die ich in ihm sehe, sondern mein bester Lehrer für meine eigene Persönlichkeitsentwicklung?

 

Was entdeckt der Chef an Stärken in seinem Mitarbeiter und an Chancen für sein Unternehmen, wenn er das Doppelquadrat ausgehend von seiner Allergie des Einmischens aufbaut? Ausprobieren lohnt sich!  

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